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66 Jahre Fändelschwenker

der Gro-We-Ka

 

1948/1949 – von der Idee bis zur Gründung

 

Nachdem die Große Wesselinger Karnevalsgesellschaft im März 1948 neu gegründet wurde, lud sie zum Silvesterball am 31. Dezember 1948 ein. Inspiriert von der Großen Leverkusener Karnevalsgesellschaft, die damals dort auftrat, wurde schnell klar: „Was die können, können wir auch!“ Aus einer Idee folgten schnell Taten: es wurde sich an die Planung gesetzt. Am 18. Januar 1949 setzte man sich im Wesselinger Ratskeller zusammen und gründete das Tanzcorps der Gesellschaft. Man klärte Fragen von „Wie sulle mer uns dann nenne?“ über „Wer nieht eijentlich die Kostüme?“ bis hin zu

„Kann einer vun üch dann danze?“ Für die letzten beiden Punkte fand ich schnell eine Lösung. Maria Schlösser wurde die erste Corpsschneiderin und der ein oder andere Herr fand sich auch, der in jüngeren Jahren mal einen Tanzkurs belegt hatte. Nach einer langen und intensiven Diskussion waren sich alle Beteiligten auch bei einem

Namen und somit auch bei dem Konzept einig: Die Fahnenschwenker von Wesseling. Diese Schwenker waren vor rund 300 Jahren in Wesseling von großer Bedeutung, als man noch mit Fahnen über den Rhein hinweg kommunizieren musste. Nachdem diese grundlegenden Probleme geklärt waren stand dem Corps nichts mehr im Wege und es wurde fleißig geprobt.

 

1950 – Die Premiere

 

Nach monatelangem Training war es dann am 8. Januar 1950 so weit:

Das Tanzcorps der Fändelschwenker, bestehend aus 10 Schwenkern und 2Tanzpaaren traf sich zur Generalprobe und trat kurze Zeit später das erste Mal vor Publikum auf. Der damalige Präsident der Gesellschaft Martin Däntler war begeistert und würdigte den ersten Auftritt des Corps mit herzlichen Worten. Bis in die 60er Jahre begeisterte das Corps ihr Publikum auf zahlreichen Bühnen und war sogar in den verschiedensten Karnevalszügen präsent.

 

1968-1980 – Pause

 

Leider wurde es nach dem ersten Erfolg etwas ruhiger um das Tanzcorps. Man lief zwar noch in den Wesselinger Zügen und sogar im Rosenmontagszug in Köln mit, jedoch wurde nicht mehr getanzt. Dies gefiel den meisten Senatoren allerdings gar nicht und es wurde sich oft an die „joode ahle Zick“ zurückerinnert.

 

Ab 1980 – Mir sinn widder do

 

Dank Hans-Peter und Monika Mandt wurde das Tanzcorps im Jahre 1980 wieder aktiv. Die beiden animierten verschiedene Mitglieder das Tanzcorps wieder aufleben zu lassen. Es fanden sich wieder 10 Fändelschwenker und 2 Tanzpaare zusammen und trainierten einige Zeit bevor sie sich wieder dem Publikum stellten.

In neuen Uniformen begleitete das Corps in der Session 1981 den von der GroWeKa gestellten Prinzen Erich Krasemann und zeigte so den Wesselinger Jecken: „Mir sinn widder do.“

 

Heute

 

Bis zum heutigen Tage begeistern die Fändelschwenker der Gro-We-Ka auf den Bühnen in und um Wesseling. Im Laufe der Jahre wurde das Corps um eine Damengarde erweitert, die später durch männliche Unterstützung zur gemischten Garde wurde. Trotzdem besteht weiterhin die traditionelle Herrenreihe mit ihrem Tanzpaar. Neben dem wöchentlichen Training und den Auftritten während der Session wird die Karnevalswoche auch privat meist zusammen verbracht. Weiberfastnacht zieht das Corps zum traditionellen „Zug durch die Gemeinde“ durch Wesselings Kneipen, um das ein oder andere Kölsch zu genießen. Schon seit vielen Jahren gehört es auch dazu den Castaldo um Mitternacht auf dem Rathausplatz zu tanzen, wo auch mal ein Baustellenschild zur Standarte zweckentfremdet werden kann. Etwas ruhiger geht es dann meist Karnevalsfreitag beim Karaoke Abend im Spengel‘schen Wohnzimmer zu, wo man auch gesanglich sein „Talent“ zeigen kann, auch wenn manch einer schon vor Lachen weinen musste bei so viel gesanglicher Vielfalt.

 

Etwas verwirrte Blicke bekommt man dann auch schon mal gerne, wenn man Karnevalssamstags nach einem schönen Kinderzug und anschließender kölschen Mess gemeinsam und in Uniform noch ins Kino fährt und dort den Abend ausklingen lässt.

Aber auch außerhalb der Session gibt es Grund sich zu treffen. So finden zum Beispiel in der Trainingspause zwischen Aschermittwoch und Ostern die traditionellen Montagsaktionen statt. Man geht zusammen bowlen, Schlittschuhlaufen oder trifft sich zum Filme gucken. Selbst auf der Annakirmes in Düren und auch auf Pützchens Markt ist immer ein kleines Grüppchen der Fändelschwenker vertreten und es ist immer wieder schön, auch außerhalb des Vereinslebens, gemeinsam etwas zu unternehmen.

Diese Aktionen erfüllen neben dem primären Zweck, dem Spaß, natürlich auch noch, dass der Zusammenhalt im Corps gestärkt wird und das lässt einen zur GroWeKa – Familich zusammenwachen.

 

Große Wesselinger Karnevalsgesellschaft 1896 e.V.
Bitte jeweils [at] durch @ ersetzen. Danke